Geschichte

Anni und Fritz Kaufmann-Almer, die Grosseltern der heutigen Besitzerin, bauten im Jahre 1937 in der Bodmi ein Holzchalet als Wohnhaus mit Räumlichkeiten im Erdgeschoss, für das legendäre Tea-Room Bodmi. Es war dies just in dieser Zeit, als die Skischule Grindelwald immer mehr Gäste in die Bodmi brachte, die in diesem einmaligen Gelände das Skilaufen erlernen wollten. Wie es sich für einen bekannten Touristenort wie Grindelwald gehört, brauchten die skihungrigen Gäste auch eine Verpflegungsmöglichkeit und diese wurde ihnen damit geboten. Während Anni Kaufmann für das leibliche Wohl der hauptsächlich englischen Gäste zuständig war, hatte sich Ehemann Fritz neben seinem Hauptberuf als Bergbauer, auf die Skipflege der damals ausschliesslich hölzernen und pflegebedürftigen Skis spezialisiert. Kurz nach der erfolgreichen Eröffnung ist der 2. Weltkrieg ausgebrochen und die skibegeisterten Ausländer blieben aus. Als kleiner Ausgleich für den eben begonnenen Verdienst, haben sich Armeeangehörige des in Grindelwald stationierten Militärspitals, bei Anni ab und zu verpflegen lassen. Mit diesen bescheidenen Einnahmen und dem Bauernbetrieb, wussten sich die beiden während der langen Kriegszeit über Wasser zu halten. Noch heute haben wir eine Original-Preisliste aus der Kriegszeit, in welcher nebst den Preisen in Franken, auch die Gegenwerte in Coupons aufgeführt sind. Nachdem glücklicherweise der Krieg am 8. Mai 1945 beendet wurde, nahm der Tourismus, insbesondere der Skitourismus jährlich wieder zu, so dass die bescheidenen Räumlichkeiten bald einmal dem Ansturm nicht mehr gewachsen waren und die beiden Pioniere sich entschlossen, durch eine Gebäudeerweiterung auf der Westseite das Ausschanklokal zu vergrössern.

 

Den Mut zum Risiko und den Pioniergeist hatten die beiden nicht von ungefähr. Der Grossvater von Anni Kaufmann und Ur-Ur-Grossvater von Elisabeth Kaufmann, war einer der grössten Pioniere in Sachen Klettern. Die Rede ist von Christian Almer (1826-1898), wohl ohne zu übertreiben einer der besten und bekanntesten Bergführer seiner Zeit. Sein Palmaares an Erstbesteigungen, umfasst rund 50 Gipfel, unter anderem der Mönch (1857), Eiger (1858), Grosses Fiescherhorn (1862) in seiner Heimat; Ecrins (1864), Jorasses-West Gipfel, Aiguille Verte (1865), Ailefroide (1870), Les Bans (1878), alles Gipfel der französischen Alpen.
Seine bergsteigerischen Leistungen, wohlverstanden mit der Ausrüstung und den Möglichkeiten seiner Zeit, erstaunt noch heute jeden Kenner der Szene. Als krönender Abschluss seiner Bergsteiger- Bergbauern- und Vaterkarriere von 8 Kindern, feierte er am 22. Juni 1896 mit seiner Frau Gritli, den 50. Hochzeitstag auf dem Wetterhorngipfel. Anlässlich des Todes seiner Frau Gritli war im Echo von Grindelwald zu lesen:

 

"Es steht noch in unserer lebhaften Erinnerung, als das kleine aber zähe Fraueli mit ihrem Gatten auf der Wetterhornspitze im Juni des Jahres 1896 die goldene Hochzeit gefeiert hat. Ein Ereignis, das ihnen wohl niemand mehr nachmachen wird." Bis heute haben die schreibenden Recht behalten.

 

Zurück zur Grossmutter von Elisabeth, hoch hinaus im positiven Sinn, wollte auch Anni. Nachdem ihr Ehemann Fritz schon im Alter von 63 Jahren verstorben war, hat sie den mittlerweile lebhaften Winterbetrieb des Tea-Room Bodmi bis ins hohe Alter von 89 Jahren weitgehend selber geführt. Im Februar 1988 hat sie einen Schlaganfall erlitten und ist leider im Herbst des gleichen Jahres verstorben. Praktisch von einem Tag auf den anderen und unerwartet, waren nun Anni Kaufmann, die Mutter von Elisabeth und die genannte selber gefordert. Galt es doch, den Betrieb mitten in der strengen Wintersaison aufrecht zu erhalten und weiter zu führen.

Geschichte

Anni und Fritz Kaufmann-Almer, die Grosseltern der heutigen Besitzerin, bauten im Jahre 1937 in der Bodmi ein Holzchalet als Wohnhaus mit Räumlichkeiten im Erdgeschoss, für das legendäre Tea-Room Bodmi. Es war dies just in dieser Zeit, als die Skischule Grindelwald immer mehr Gäste in die Bodmi brachte, die in diesem einmaligen Gelände das Skilaufen erlernen wollten. Wie es sich für einen bekannten Touristenort wie Grindelwald gehört, brauchten die skihungrigen Gäste auch eine Verpflegungsmöglichkeit und diese wurde ihnen damit geboten. Während Anni Kaufmann für das leibliche Wohl der hauptsächlich englischen Gäste zuständig war, hatte sich Ehemann Fritz neben seinem Hauptberuf als Bergbauer, auf die Skipflege der damals ausschliesslich hölzernen und pflegebedürftigen Skis spezialisiert. Kurz nach der erfolgreichen Eröffnung ist der 2. Weltkrieg ausgebrochen und die skibegeisterten Ausländer blieben aus. Als kleiner Ausgleich für den eben begonnenen Verdienst, haben sich Armeeangehörige des in Grindelwald stationierten Militärspitals, bei Anni ab und zu verpflegen lassen. Mit diesen bescheidenen Einnahmen und dem Bauernbetrieb, wussten sich die beiden während der langen Kriegszeit über Wasser zu halten. Noch heute haben wir eine Original-Preisliste aus der Kriegszeit, in welcher nebst den Preisen in Franken, auch die Gegenwerte in Coupons aufgeführt sind. Nachdem glücklicherweise der Krieg am 8. Mai 1945 beendet wurde, nahm der Tourismus, insbesondere der Skitourismus jährlich wieder zu, so dass die bescheidenen Räumlichkeiten bald einmal dem Ansturm nicht mehr gewachsen waren und die beiden Pioniere sich entschlossen, durch eine Gebäudeerweiterung auf der Westseite das Ausschanklokal zu vergrössern.

 

Den Mut zum Risiko und den Pioniergeist hatten die beiden nicht von ungefähr. Der Grossvater von Anni Kaufmann und Ur-Ur-Grossvater von Elisabeth Kaufmann, war einer der grössten Pioniere in Sachen Klettern. Die Rede ist von Christian Almer (1826-1898), wohl ohne zu übertreiben einer der besten und bekanntesten Bergführer seiner Zeit. Sein Palmaares an Erstbesteigungen, umfasst rund 50 Gipfel, unter anderem der Mönch (1857), Eiger (1858), Grosses Fiescherhorn (1862) in seiner Heimat; Ecrins (1864), Jorasses-West Gipfel, Aiguille Verte (1865), Ailefroide (1870), Les Bans (1878), alles Gipfel der französischen Alpen.
Seine bergsteigerischen Leistungen, wohlverstanden mit der Ausrüstung und den Möglichkeiten seiner Zeit, erstaunt noch heute jeden Kenner der Szene. Als krönender Abschluss seiner Bergsteiger- Bergbauern- und Vaterkarriere von 8 Kindern, feierte er am 22. Juni 1896 mit seiner Frau Gritli, den 50. Hochzeitstag auf dem Wetterhorngipfel. Anlässlich des Todes seiner Frau Gritli war im Echo von Grindelwald zu lesen:

 

"Es steht noch in unserer lebhaften Erinnerung, als das kleine aber zähe Fraueli mit ihrem Gatten auf der Wetterhornspitze im Juni des Jahres 1896 die goldene Hochzeit gefeiert hat. Ein Ereignis, das ihnen wohl niemand mehr nachmachen wird." Bis heute haben die schreibenden Recht behalten.

 

Zurück zur Grossmutter von Elisabeth, hoch hinaus im positiven Sinn, wollte auch Anni. Nachdem ihr Ehemann Fritz schon im Alter von 63 Jahren verstorben war, hat sie den mittlerweile lebhaften Winterbetrieb des Tea-Room Bodmi bis ins hohe Alter von 89 Jahren weitgehend selber geführt. Im Februar 1988 hat sie einen Schlaganfall erlitten und ist leider im Herbst des gleichen Jahres verstorben. Praktisch von einem Tag auf den anderen und unerwartet, waren nun Anni Kaufmann, die Mutter von Elisabeth und die genannte selber gefordert. Galt es doch, den Betrieb mitten in der strengen Wintersaison aufrecht zu erhalten und weiter zu führen.